Digitale Medien, Plattformen und generative KI verändern derzeit grundlegend, wie Öffentlichkeit entsteht und politisch wirksam wird. Bilder, Narrative und Debatten zirkulieren zunehmend in privat organisierten, algorithmisch gesteuerten Infrastrukturen, die Aufmerksamkeit bündeln, Affekte verstärken und neue Formen politischer Einflussnahme ermöglichen. Phänomene wie „Stoppaganda“ oder „AI-Flooding“ zeigen, wie massenhaft produzierte Inhalte öffentliche Wahrnehmung prägen und Unsicherheit darüber erzeugen können, was als Wirklichkeit gilt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage neu, wie Gegenöffentlichkeiten heute entstehen können – und welche Rolle Kunst dabei spielt. Können künstlerische Praktiken weithiner Räume kritischer Öffentlichkeit eröffnen, dominante Narrative herausfordern und politische Auseinandersetzungen sichtbar machen? Oder verändern Plattformkapitalismus, KI-Technologien und rechte digitale Dynamiken die Bedingungen von Öffentlichkeit so grundlegend, dass auch Formen des Widerstands neu gedacht werden müssen?
Der interdisziplinäre Workshop „Gegenöffentlichkeit genereieren? – Kunst, KI und rechte Dynamiken“ bringt Wissenschaftler:innen und Künstler:innen zusammen, um die technischen Bedingungen kritischer Gegenöffentlichkeit im Zeitalter von KI und Informationskapitalismus zu diskturieren. Im Mittelpunkt stehen widerständige künstlerische und mediale Praktiken, Fragen nach Desinformation, digitalem Autoritarismus und Extremismusdiskursen sowie die Möglichkeiten und Risiken politisch-künstlerischer Interventionen in gegenwärtigen Öffentlichkeiten.
Der Workshop findet am 20. -21. Juli 2026 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt und am Institut für Sozialforschung Frankfurt statt.
| Was: | Workshop |
| Wann: | 20./21. Juli 2026 |
| Wo: | Frankfurt |
| Deadline Call for Papers | 17. April |
| Anmeldung und Einreichungen | cfp@ntfev.org |
| Ansprechperson | Isabelle Holz |
Call for Papers
(English version below)
